Ein Gangster-Paar auf Abwegen… // Tabu Pornoklassiker: Adrenaline Review

Die Tabu Pornoklassiker-Reihe hat schon so manches verschollen geglaubtes Juwel in die Gegenwart katapultiert wie zum Beispiel den abgedrehten „Girls Girls Girls“ aus dem Jahre 1981. „Adrenaline“ ist nicht annährend so alt, er stammt aus dem Jahr 2000. Als ich sah, dass der Film von Kult-Regisseur Michael Raven gedreht wurde, war mein Interesse geweckt. Michael Raven wird für seine hochwertigen Spielfilme in der Erotikfilm-Branche geschätzt. Im Gegensatz zu Gonzo-Studios legt er sehr viel Wert auf eine spannende Handlung. Da macht auch „Adrenaline“ keine Ausnahme!

Ava Vincent spielt die nymphomanische Eden einfach perfekt.

„Adrenaline“ erzählt die Geschichte von Jonny Six und Eden, gespielt von Evan Stone und Ava Vincent, einem jungen Gangsterpaar, das in feinster Bonnie und Clyde-Manier Überfälle begeht, um sich über Wasser zu halten. In der ersten Szene zwingen sie den Besitzer einer kleinen Tankstelle ihnen beim Sex zuzuschauen. Die zwei fallen förmlich übereinander her! Leider wurde bei „Adrenaline“ nicht auf Kondome verzichtet, aber wir wissen ja: safety first!

Natürlich bekommen die beiden es im Verlauf des Films auch noch mit der Polizei zu tun, doch der Sheriff lässt sich von Eden verführen- man kann es ihm nicht verdenken! Auch die zweite Szene, in der Jonny Six die heiße Kellnerin Angie, gespielt von der großartigen Jessica Drake, beim Picknick fickt, ist erwähnenswert, da sie ein wenig Abwechslung bietet. Wie die zwei sich einem Fast Food-Laden kennenlernen, wirkt authentisch.

Ava Vincent ist geil auf Geld- und alle Männer sind geil auf sie. Klassische Gold Digger-Mentalität.

Die deutsche Synchronisation ist grundsolide, besser als in vielen anderen Pornos. Dadurch das „Adrenaline“ auch eine zusammenhängende Handlung hat, ist diese auch wichtiger. Das Bild ist, wie für Pornos aus den frühen 2000ern üblich, noch sehr körnig, was meiner Meinung nach jedoch auch gut zu der roughen Atmosphäre von „Adrenaline“ passt. Hier ist alles High Budget- aber eben nicht auf makellos getrimmt.

Michael Raven versteht es Geschichten zu erzählen und gleichzeitig genügend Sexszenen einzubauen. So eignet sich „Adrenaline“ vielleicht auch für einen netten Filmeabend mit der Freundin, wenn man mal keine Lust auf irgendeine Romanze hat.

Fazit:

„Adrenaline“ hält, was er verspricht: 97 Minuten Adrenalin pur! Evan Stone und Jessica Drake spielen ihre Rollen sehr glaubwürdig. Die Bonnie und Clyde-Thematik ist allerdings auch nichts neues, durch die gute Umsetzung ist das aber verschmerzbar.

Punktzahl

8,5/10 Punkte